GEMEINSAM RICHTUNG RESTART – CLUBABEND MIT KLARER BOTSCHAFT

Am zweiten Mittwoch des Monats lud Grün-Weiß zum Austria-Clubabend in die Taverne 1914. Mitglieder sowie Fans nutzten die Gelegenheit, Chefcoach Markus Mader & Kapitän Matthias Maak hautnah zu erleben und ihre Fragen direkt zu stellen. Noch bevor über zuletzt veröffentlichte Neuigkeiten aus dem Verein gesprochen wurde, stand der sportliche Ausblick im Mittelpunkt des Abends.

Zum Auftakt ging es um die bisherige Vorbereitung. Nach dem 2:1-Erfolg gegen den SC Brühl folgten Niederlagen gegen die WSG Tirol und den FV Illertissen. Für Trainer Markus Mader jedoch kein Grund zur Unruhe: „Die Ergebnisse in den Testspielen stehen für uns nicht an oberster Stelle. Im Gegenteil.“ Die Wochen seien intensiv gewesen, einige Abläufe müssten noch verbessert werden. Man habe eine klare Idee, wie gespielt werden soll, um erfolgreich zu sein. Die Vorfreude auf den Restart sei im gesamten Team deutlich spürbar.

Mit Asumah Abubakar wurde im Winter ein neuer Angreifer verpflichtet. Seine Integration sei reibungslos verlaufen. „Aber das ist bei uns nicht schwer – wir haben super Typen in der Mannschaft“, so Mader. Abubakar bringe wichtige Eigenschaften mit, die im Herbst teilweise gefehlt hätten: Erfahrung, Körperlichkeit und Abschlussqualität. Wenn er die Trainingsleistungen im Wettkampf bestätige, werde er eine echte Verstärkung sein. Mit Enes Koc und Melih Akbulut wurden zwei junge Vorarlberger in die Regionalliga verliehen. Beide gehören gefördert, doch die sportliche Situation verlange aktuell maximale Stabilität. Nach dem Abstiegskampf im Vorjahr geht es nun um den Aufstieg – keine einfache Phase, um dauerhaft auf junge Spieler zu setzen. In der Regionalliga sollen beide viel Spielpraxis sammeln. „Mit dem Schritt zurück können sie danach zwei nach vorne machen“, so Mader.

Auch Fragen aus der Instagram-Community wurden aufgegriffen. Für Mader macht vor allem die Gemeinschaft den Verein besonders: „Die Austria ist eine große, starke Familie, die unglaublich zusammenhält und mit wenig sehr viel herausholt.“ Vom Ehrenamt über die Nachwuchsarbeit bis zu den Fans – der Zusammenhalt sei außergewöhnlich. Gleichzeitig sei die Austria auch eine Herausforderung. „Wenn wir 1:0 gewinnen und nicht gut spielen, sagt keiner etwas. Wenn wir 0:0 spielen, aber gut sind, kommen kritische Fragen.“ Genau diesen Anspruch schätze er. Seine drei Wünsche formulierte er mit einem Augenzwinkern: Gesundheit für alle, der Aufstieg – und ein Porsche. Kapitän Matthias Maak wurde gefragt, ob er sich vorstellen könne, nach seiner Karriere im Ländle zu bleiben. Seine Antwort fiel klar aus: Er fühle sich hier sehr wohl, habe seinen Lebensmittelpunkt mittlerweile hier und könne sich gut vorstellen, langfristig im Ländle zu bleiben. Auf die Frage, welchen ehemaligen Mitspieler er gerne wieder im Team hätte, musste er schmunzeln: „Haris – er weiß, wo das Tor steht.“ Auch Mo Cham sei außergewöhnlich gewesen. Gleichzeitig betonte Maak, wie viele Spieler nach ihrer Zeit in Lustenau einen starken Weg eingeschlagen hätten.

Zum Abschluss zog der Kapitän – nach einer Frage aus dem Publikum – einen Vergleich zur damaligen Aufstiegsmannschaft. Damals habe es herausragende Einzelspieler gegeben, heute komme die Stärke mehr aus dem Kollektiv. Genau dieses geschlossene Auftreten habe im Herbst gezeigt, dass mit dieser Mannschaft vieles möglich ist.

Ein kurzweiliger Clubabend in der Taverne 1914, der einmal mehr zeigte, wie eng Mannschaft, Verein und Fans in Lustenau zusammenstehen – und wie groß die Vorfreude auf die kommenden Wochen ist.

Taverne Bild

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