Nach dem 0:4 gegen den LASK wartet auf den SC Austria Lustenau gleich die nächste Großaufgabe: In der zehnten Runde der ADMIRAL Bundesliga gastiert die Mader-Elf am Samstag um 19:30 Uhr beim SK Rapid im Allianz Stadion.
Bevor die Koffer für die Reise in den Osten gepackt werden, noch ein kurzer Blick zurück: Eine Halbzeit lang hielt Grün-Weiß vergangenes Wochenende gegen den Doublesieger dagegen – torlos ging es vor 4.061 Fans in der SUN MINIMEAL Arena in die Pause. Nach dem Seitenwechsel brachen die Linzer allerdings den Bann und entführten die drei Punkte am Rhein. Chefcoach Markus Mader ordnet die Partie nüchtern ein: „Gegen solche Top-Mannschaften brauchen wir eine unglaubliche Performance, müssen auf Top-Level agieren – da muss so vieles stimmen, wenn du gegen solche Teams erfolgreich sein willst. Und das haben wir an diesem Tag nicht geschafft.“
Mit Rapid steht nun das Maß aller Dinge der bisherigen Saison gegenüber. Acht Siege aus neun Partien, 24 Punkte, Rang eins – die Hütteldorfer erwischten unter Cheftrainer Johannes Hoff Thorup ihren erfolgreichsten Bundesliga-Start seit 1987. Einziger Ausrutscher war ein 1:5 in Salzburg. 26:8 Tore bedeuten zudem die beste Tordifferenz der Liga. Im eigenen Wohnzimmer sind die Wiener heuer eine Macht: fünf Heimspiele, fünf Siege, 18:2 Tore – inklusive eines 8:0 gegen den GAK. Am vergangenen Wochenende wurde Hartberg mit 3:1 bezwungen, eine Woche davor feierte die Thorup-Elf ein 2:0 beim LASK. Gefährlichster Angreifer ist Petter Nosa Dahl mit fünf Saisontoren, insgesamt trennen die beiden Teams 16 Zähler.
Dass in Wien durchaus etwas zu holen ist, zeigte das bislang letzte Aufeinandertreffen: Im März 2024 nahm die Austria vor 18.270 Zuschauern beim 1:1 einen Punkt aus der Bundeshauptstadt mit. Die Rollen vor dem Gastspiel sind für Mader trotzdem eindeutig verteilt: „Die Voraussetzungen sind klar. Der Gegner ist der klare Favorit. Sie haben ein Heimspiel vor vielen Zuschauern, die wollen ihren Flow weiterbehalten. Sie werden richtig Gas geben. Darauf müssen wir uns vorbereiten und von Minute eins an dagegenhalten. Wer weiß, vielleicht können wir ja überraschen. Der Tabellenplatz und die Ergebnisse sagen alles aus – die Qualität bei den Wienern ist extrem hoch. Es wird eine schwierige Aufgabe. Aber wir werden uns ihr stellen.“ Mut macht dabei ein Blick auf die jüngsten Auftritte: Dass die Austrianer auch in der Fremde für Tore sorgen können, bewiesen sie erst vor zwei Wochen beim turbulenten 3:4 in Hartberg. Den ersten Auswärtsdreier der Saison gilt es trotzdem noch einzufahren – aus vier Gastspielen sprang bislang ein Zähler heraus, und zwar beim 1:1 bei Sturm Graz. In der Tabelle liegt die Mader-Elf mit acht Punkten auf Rang neun, einen Zähler vor der Wiener Austria. Wer in Hütteldorf auflaufen wird, behält das Trainerteam bis zur Aufstellung für sich.
Anpfiff im Allianz Stadion ist am Samstag um 19:30 Uhr, Sky überträgt die Partie wie gewohnt. Wer nicht mit nach Wien reist, ist in der Taverne 1914 bestens aufgehoben: Ab 15:30 Uhr flimmert dort die deutsche Bundesliga über die Bildschirme, ehe am Abend die Austria übernimmt.
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Auswärtsspiel in Wien-Hütteldorf!