3:4-NIEDERLAGE IN HARTBERG

Keine Punkte in der Steiermark: Der SC Austria Lustenau musste sich am Sonntagnachmittag beim TSV Hartberg knapp mit 3:4 geschlagen geben. Besonders ärgerlich – zur Pause lag Grün-Weiß noch in Führung.

Chefcoach Markus Mader nahm im Vergleich zum Derbysieg vor drei Wochen nur eine Änderung vor: Albin Gashi rückte für den angeschlagenen Sacha Delaye in die Startelf. Emmanuel Chukwu fehlte weiterhin verletzt. Wer ein vorsichtiges Abtasten erwartet hatte, lag daneben. Nach acht Minuten schlugen die Hausherren eiskalt per Konter zu – Marco Hoffmann stellte auf 1:0. Die Antwort der ganz in Weiß gekleideten Gäste ließ keine drei Minuten auf sich warten: Danilo Soares bediente Gashi, und Maders einzige Neuerung in der Startelf zahlte sich prompt mit dem 1:1 aus. Daraus entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beinahe wäre Gashi gleich der nächste Coup gelungen, als er sich per Doppelpass mit Antonio Verinac durch die Hartberger Abwehrkette kombinierte – sein letzter Pass blieb jedoch hängen. Auf der anderen Seite fehlten Hoffmann bei einer Hereingabe nur Zentimeter, und auch im Lustenauer Strafraum wurde es brenzlig, ehe Fabian Gmeiner ein Gestocher vor Domenik Schierl beendete.

Die Steirer hatten etwas mehr vom Spiel, Grün-Weiß lauerte auf Umschaltmomente – und schlug kurz vor der Pause zu. Nachdem ein Abschluss von Seydou Diarra noch im Toraus gelandet war, zimmerte Dominik Weixelbraun das Leder zum 1:2 in die Maschen. Für den Stürmer war es bereits der fünfte Saisontreffer. Mit der Führung im Rücken ging es in die Kabinen. Unverändert startete die Austria in den zweiten Durchgang, in dem Schierl zunächst seine Qualitäten als mitspielender Tormann zeigte: Einen langen Ball der Hartberger klärte er im letzten Moment vor dem heransprintenden Hoffmann. Wenig später half aber auch das nichts mehr. Einen Schuss von Youba Diarra ließ „Schierli“ zur Seite abprallen, Hoffmann war wieder zur Stelle und jagte den Ball aus kurzer Distanz ins lange Eck (55.) – Doppelpack, 2:2. Und es kam noch dicker. Wieder segelte ein weiter Ball aus der Hartberger Defensive heran, wieder war der 32-Jährige vor seinem Gegenspieler am Ball – diesmal landete die Klärung jedoch bei Nikolaus Feldhofer, der aus großer Distanz ins verwaiste Tor traf (60.). Binnen fünf Minuten hatten die Oststeirer die Partie gedreht.

Mader reagierte mit einem Fünffachwechsel und brachte frische Kräfte für alle Mannschaftsteile: Matthias Maak, Anilson, Pius Grabher, Alieu Conateh und Lenn Jastremski ersetzten Diarra, Soares, Gashi, Verinac und Lord Afrifa. Nachdem Hoffmann die Chance auf das 4:2 vergeben hatte (74.), drängte die Austria auf den Ausgleich – mittendrin der Joker. Bei seinem ersten Bundesliga-Einsatz im grün-weißen Trikot prüfte Conateh zunächst mit einem Distanzschuss, ehe der Offensivspieler aus Gambia die ganz große Möglichkeit zum 3:3 hatte. TSV-Keeper Armin Pecsi blieb jedoch Sieger, und auch nach einem starken Zuspiel von Dion Kacuri behielt er im Duell mit dem 19-Jährigen die Oberhand. Was vorne liegen blieb, wurde hinten bestraft: Fünf Minuten vor dem Ende schnürte Hoffmann den Hattrick zum 4:2. Aufgegeben hatte sich Grün-Weiß damit aber noch nicht. In der Nachspielzeit schlug Weixelbraun ein zweites Mal zu und verkürzte auf 4:3 (90.+2) – sein sechster Saisontreffer kam für eine Schlussoffensive allerdings zu spät.

Jetzt gilt es, die Partie schnell abzuhaken – die Chance auf Wiedergutmachung bietet sich bereits kommenden Samstag um 17:00 Uhr, wenn der LASK in der SUN MINIMEAL Arena gastiert.

TSV Hartberg – SC Austria Lustenau 4:3 (1:2)
Profertil Arena Hartberg
Torfolge: 1:0 Marco Hoffmann 8., 1:1 Albin Gashi 11., 1:2 Dominik Weixelbraun 43., 2:2 Marco Hoffmann 55., 3:2 Nikolaus Feldhofer 60., 4:2 Marco Hoffmann 85., 4:3 Dominik Weixelbraun 90.+2

GEPA-20261011-101-148-0025 (1)

Keine Punkte in der Steiermark.

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