Beim Tabellenführer gab es für den SC Austria Lustenau am Samstagabend nichts zu holen: Grün-Weiß vom Rhein unterlag Grün-Weiß aus Hütteldorf mit 1:5.
Chefcoach Markus Mader musste in der Hauptstadt auf die verletzten Dion Kacuri, Sacha Delaye und Emmanuel Chukwu verzichten. Auch Anilson fehlte. Dafür meldete sich Dominik Weixelbraun rechtzeitig für das Duell mit seinem Stammklub fit.
Die Wiener legten gleich dominant los. Nach einem Fehler im Aufbauspiel der Austria kam Petter Dahl zum ersten Abschluss, Domenik Schierl war aber zur Stelle. Bei der nächsten Gelegenheit der Rapidler blieb der Goalie chancenlos: Nach einem langen Ball in den Strafraum stand Ercan Kara genau dort, wo ein Stürmer stehen muss, und traf zum 1:0. Und es kam noch dicker: Nur Augenblicke später legte Nenad Cvetkovic das 2:0 nach. Bitter, aber verdient – denn die Hausherren agierten mit enormer Wucht. Kara zimmerte das Leder kurz darauf erneut über die Linie, sein zweiter Treffer wurde nach VAR-Überprüfung wegen Abseits aber zu Recht aberkannt. Die Austria tat sich schwer, fand mit Fortdauer der ersten Hälfte jedoch besser in die Partie. Danilo Soares wagte den ersten Versuch für Grün-Weiß, zielte aber deutlich über den Kasten. Im Gegenzug durfte Rapid erneut jubeln: Yusuf Demir verwandelte einen Elfmeter zum 3:0. Unmittelbar danach vergab Antonio Verinac aus kurzer Distanz – Niklas Hedl im Tor der Wiener reagierte stark. So ging es mit einer Drei-Tore-Führung für die Hauptstädter in die Kabinen.
Die Lustenauer kamen unverändert zurück aufs Feld und standen defensiv nun wesentlich gefestigter. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff brachte Mader Haris Ismailcebioglu und Lenn Jastremski für Antonio Verinac und Lord Afrifa, um vorne die erhofften Nadelstiche zu setzen. Schierl vereitelte eine weitere Chance von Dahl, den Nachschuss von Jannes Horn hätte er wohl nicht mehr erreicht – das Leder klatschte an die Latte und ging ins Aus. Und dann war es so weit: Der eben eingewechselte Ismailcebioglu lief allein auf Hedl zu und verwertete staubtrocken zum 3:1. Die Antwort der Hausherren ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Nach einer Flanke stand Demir goldrichtig und schnürte mit dem 4:1 seinen Doppelpack. Die Austria steckte trotzdem nicht auf, Fabian Gmeiner scheiterte nach einem Solo. Zur Schlussviertelstunde kamen noch Matthias Maak, Alieu Conateh und Lukas Ibertsberger in die Partie – Letzterer hatte gleich darauf eine Möglichkeit, Hedl war jedoch souverän zur Stelle. Den Schlusspunkt setzten die Wiener: Drei Minuten vor dem Ende sorgte Marco Tilio für den 5:1-Endstand.
Weiter geht’s kommenden Donnerstag dohuom im UNIQA-ÖFB-Cup gegen den SK Sturm Graz.
SK Rapid – SC Austria Lustenau 5:1 (3:0)
Torfolge: 1:0 Ercan Kara 7., 2:0 Nenad Cvetkovic 9., 3:0 Yusuf Demir 40., 3:1 Haris Ismailcebioglu 60., 4:1 Yusuf Demir 67., 5:1 Marco Tilio 87.
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Keine Punkte in Wien.