Last-Minute-Jubel am Rhein: Der SC Austria Lustenau drehte gegen den GAK einen frühen Rückstand und gewann mit 2:1. Nach Seydou Diarras Traumtor zum Ausgleich erlöste Dion Kacuri die SUN MINIMEAL Arena in der Nachspielzeit.
Im Vergleich zum Gastspiel in Salzburg nahm Chefcoach Markus Mader vier Änderungen vor. Emmanuel Chukwu meldete sich nach überstandener Verletzung in der Startelf zurück, dazu bekamen Dion Kacuri, Robin Voisine und Lord Afrifa das Vertrauen. Niklas Pertlwieser, Matthias Maak, Pius Grabher und Haris Ismailcebioglu saßen zunächst auf der Bank – ebenso wie Sacha Delaye, der nach seiner Pause wieder als Joker bereitstand.
Die Anfangsphase wogte hin und her, große Chancen blieben zunächst aber aus. Grün-Weiß kam etwas besser in die Partie, doch eiskalt waren die Steirer: Gleich ihr erster echter Angriff saß, Jacob Italiano schob nach neun Minuten flach zum 0:1 ein. Die Austria ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen und bestimmte weiter das Geschehen, nur das Zwingende fehlte. Seydou Diarra versuchte es von der Strafraumgrenze (21.), Albin Gashi setzte einen Kopfball deutlich neben das Tor (26.). Mit zunehmender Dauer verflachte die Begegnung und spielte sich vor allem im Mittelfeld ab.
Bitter für Geburtstagskind Emmanuel Chukwu: Er musste verletzungsbedingt vorzeitig raus, Matthias Maak kam für ihn ins Spiel. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es im eigenen Strafraum noch einmal turbulent, nach einer slapstickreifen Szene war Domenik Schierl zur Stelle. So ging es mit einem knappen 0:1-Rückstand in die Kabinen.
Beide Teams kehrten unverändert aus der Pause zurück, und die Austria machte vom Wiederanpfiff weg Druck. Lenn Jastremski kam im Fünfer zu Fall und verpasste den Ball nur um Haaresbreite, kurz darauf war es dann so weit: Diarra fasste sich aus 20 Metern ein Herz und schlenzte das Leder herrlich ins lange Eck (51.). Ein Traumtor, mit dem die Partie wieder offen war.
Grün-Weiß blieb am Drücker, und die Grazer schwächten sich wenig später selbst: Yannick Oberleitner sah Gelb-Rot, die Mader-Elf agierte damit gut eine halbe Stunde in Überzahl. Dominik Weixelbraun verzog zunächst mit einem Weitschuss, auf der Gegenseite vergab Tim Trumer nach einem Konter klar. Für die letzten 20 Minuten brachte Mader mit Antonio Verinac und Sacha Delaye frischen Schwung.
Fortan spielte nur noch ein Team. Weixelbraun hatte das 2:1 auf dem Fuß, scheiterte aus guter Position am Fünfer aber knapp. Eine abgefälschte Flanke von Danilo Soares lenkte GAK-Goalie Cican Stankovic zur Ecke, einige Minuten später landete auch ein abgefälschter Schuss von Weixelbraun im Toraus. Angetrieben von den 4.226 Fans rannte die Austria unermüdlich an, Diarra traf noch den Pfosten (85.). Und dann war er da, dieser eine Moment: In der 91. Minute zimmerte Dion Kacuri das Leder zum 2:1 in die Maschen. JA! Die SUN MINIMEAL Arena bebte, und Grün-Weiß brachte den Vorsprung über die Zeit. Gratulation an das gesamte Team!
Weiter geht’s in zwei Wochen: Am Samstag, 21. November, gastiert die Austria um 17:00 Uhr bei der WSG Tirol.
SC Austria Lustenau – Grazer AK 2:1 (0:1)
SUN MINIMEAL Arena, 4.226 Zuschauer
Torfolge: 0:1 Jacob Italiano 9., 1:1 Seydou Diarra 51., 2:1 Dion Kacuri 91.
)
JAAAA!