Seit wenigen Wochen ist Dion Kacuri Grün-Weißer. Der großgewachsene Mittelfeldspieler wechselte leihweise vom FC Basel nach Vorarlberg und zeigte in den ersten Testspielen bereits, welches Potenzial in ihm steckt. Vor dem heutigen WM-Achtelfinale seines Heimatlandes gegen Kolumbien spricht der 22-Jährige über seine ersten Wochen in Lustenau, seine Zeit beim FC Basel, seine Erfahrungen in der Schweizer U21-Nationalmannschaft und warum er fest an die Nati glaubt.
Du bist jetzt seit wenigen Wochen beim SC Austria Lustenau. Wie waren deine ersten Eindrücke vom Verein und wie wurdest du von der Mannschaft, dem Trainerteam und dem gesamten Umfeld aufgenommen?
Ich fühle mich hier schon extrem wohl. Die ersten Wochen verliefen sehr positiv. Die ganze Mannschaft, das Trainerteam und die gesamte Vereinsführung haben mich super aufgenommen. Wir haben in den Testspielen bereits gute Leistungen gezeigt. Vor allem gegen den FC St. Gallen haben wir ein starkes Spiel gemacht, aber auch defensiv gegen YB überzeugt. Gegen den FC Wil haben wir uns auch viele Torchancen herausgespielt. Man sieht, dass die Mannschaft lernen will und jeden Tag Gas gibt. Ich hoffe, dass es so weitergeht.
Per Leihe bist du vom FC Basel an den Rhein gewechselt. Welche Unterschiede hast du zwischen den beiden Vereinen bisher festgestellt – sportlich, aber auch im täglichen Miteinander?
In Basel ist natürlich alles noch einmal ein bisschen größer – das Stadion, das Umfeld und auch der tägliche Druck. Hier ist es etwas ruhiger und familiärer. Die Menschen rund um den Verein helfen einem und geben einem als Spieler viel Vertrauen und ein gutes Gefühl. Das ist mir wichtig, um auf dem Platz die beste Leistung abrufen zu können.
In Basel hast du zuletzt bei einem der größten Vereine der Schweiz gespielt. Was konntest du aus dieser Zeit für deine weitere Karriere mitnehmen?
Enorm viel. Ich hatte mit Stephan Lichtsteiner einen Trainer, der eine Weltkarriere hingelegt hat. Aber auch von Spielern wie Xherdan Shaqiri oder Albian Ajeti kann man als junger Spieler täglich auf und neben dem Platz unglaublich viel lernen. Diese Erfahrungen helfen einem enorm dabei, sich weiterzuentwickeln.
Du hast bereits 18 Länderspiele für die Schweizer U21-Nationalmannschaft absolviert. Welche Bedeutung hatte diese Zeit für deine Entwicklung und welche Momente sind dir besonders in Erinnerung geblieben?
Jedes Spiel auf Nationalteam-Ebene ist etwas ganz Besonderes. Im Herbst stehen noch drei wichtige Spiele in der EM-Qualifikation auf dem Programm. Wir wollen uns unbedingt für die Endrunde qualifizieren und werden alles dafür geben. Die Zeit in der Nati ist einfach unglaublich cool. Dort kommen Spieler aus vielen verschiedenen Vereinen zusammen und viele kennt man schon aus der Jugend. Es herrscht ein geiler Vibe und eine richtig gute Stimmung. Auch von Coach Alex Frei gibt uns Jungs wertvollen Input aus seiner langen Karriere weiter. Es ist für mich immer eine große Ehre, die Schweizer Flagge auf der Brust zu tragen und mein Land international zu vertreten.
Heute Abend trifft die Schweiz im WM-Achtelfinale auf Kolumbien. Mit Johan Manzambi, Aurèle Amenda und Marvin Keller stehen einige deiner Kollegen im Kader. Wie sehr fieberst du mit und was traust du der Nati bei dieser WM noch zu?
Die Vorfreude auf die Partie heute Abend ist riesig. Wir haben eine super Mannschaft und unglaublich viel Qualität im Team. Mit Johan Manzambi, Aurèle Amenda und Marvin Keller stehen einige Kollegen von mir im Kader, mit denen ich bereits zusammengespielt habe. Ich hoffe natürlich, dass sie zum Einsatz kommen und zeigen, was sie draufhaben. Das Spiel wird nicht leicht, aber ich glaube fest an die Nati. Sie wird Kolumbien besiegen und in die nächste Runde einziehen. Hopp Schwiiz!
Zum Abschluss: Worauf freust du dich in den kommenden Wochen mit der Austria am meisten und welche Ziele hast du dir persönlich für deine Zeit in Lustenau gesetzt?
Ich freue mich am meisten darauf, wenn die Saison im August endlich beginnt und die Vorbereitung vorbei ist (lacht). Die Zeit aktuell ist hart, aber sie macht mit den Jungs trotzdem richtig Spaß. Ich kann es kaum erwarten, in der SUN MINIMEAL Arena vor den Lustenauer Fans mein erstes Bundesligaspiel zu bestreiten. Ich bin hierhergekommen, um der Mannschaft mit meinen Qualitäten zu helfen und mich persönlich weiterzuentwickeln, indem ich so viel wie möglich spiele. Ich bin nicht hierhergekommen, um nicht abzusteigen. Ich habe große Ambitionen und bin nach Lustenau gekommen, um gemeinsam mit den Jungs attraktiven Fußball zu spielen, den Fans etwas zu bieten und am Ende so viele Siege wie möglich zu feiern.
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Er setzte in seinen ersten Auftritten bereits eine Duftmarke: Dion Kacuri.