113. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG: RÜCKBLICK AUF EIN MEISTERJAHR

Am Donnerstagabend lud der SC Austria Lustenau zur 113. Jahreshauptversammlung ins Glashaus der SUN MINIMEAL Arena. Viele Mitglieder blickten gemeinsam auf das Geschäftsjahr 2025/26 zurück – eine Saison, die mit dem Meistertitel in der ADMIRAL 2. Liga und dem Aufstieg in die ADMIRAL Bundesliga in die Vereinsgeschichte eingeht. Daneben standen der Finanzbericht, die Neuwahl des Vorstands und die Ehrungen verdienter Mitglieder auf dem Programm.

Nach der Eröffnung und der Feststellung der Beschlussfähigkeit ergriff Vorstandssprecher Christoph Wirnsperger das Wort – und stellte ein großes Dankeschön an den Beginn: an die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die Mitarbeiter in Büro und am Platz, die Fans sowie an die Sponsoren und Partner. „Eure Arbeit sieht man oft erst dann, wenn sie einmal nicht gemacht wird. Für unsere Austria seid ihr unverzichtbar!“ Als Zeichen der Wertschätzung lädt der Verein seine Helfer zum Auswärtsspiel bei der WSG Tirol am 21. November ein. Sportlich liegen Jahre der Extreme hinter dem Verein: „Vom beinahe Abstieg über die Rückkehr in unser Stadion bis zum Wiederaufstieg in die Bundesliga – in diesem Jahr war wirklich alles dabei.“ Nach eineinhalb Jahren in Bregenz feierte die Austria am 19. Juli 2025 mit dem Eröffnungsspiel gegen den FC Augsburg die lang ersehnte Heimkehr. Am Ende stand der Meistertitel – keineswegs selbstverständlich, wie Wirnsperger offen zugab.

Auch abseits des Rasens hat sich einiges getan: Im neuen Austria-Center sind Büro, Physiotherapie, Fitnessraum und Fanshop unter einem Dach vereint, der Mietvertrag für das Stadion ist unter Dach und Fach. Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Österreich und der Schweiz wurde zudem eine wesentliche Grundlage für die Realisierung des Trainingszentrums im Schweizer Ried geschaffen. Zum Ende des Geschäftsjahres endete die Zusammenarbeit mit CSC, Ahmet Schäfer und Clermont Foot – Schäfer übertrug seine Beteiligung an der Austria Lustenau GmbH wieder an den Verein und schied aus dem Aufsichtsrat aus. Neu ist dafür die Partnerschaft mit dem FC Lustenau im Mädchenfußball samt gemeinsamer U16.

Für die kommenden Monate nannte Wirnsperger drei Schwerpunkte:

  • den Klassenerhalt in der Bundesliga,

  • wirtschaftlich verlässliches Arbeiten – inklusive baulicher Verbesserungen im Austria-Dorf und eines Fünfjahresplans für den VIP-Bereich,

  • die Austria als Heimat für alle, etwa mit der Planung eines Nachwuchszentrums gemeinsam mit der Gemeinde.

Anschließend widmeten sich Sportdirektor Dieter Alge und Cheftrainer Markus Mader dem Sportlichen. Mader erinnerte an den umjubelten Aufstieg, ehe er den Bogen zur laufenden Spielzeit spannte: In der ADMIRAL Bundesliga warten Woche für Woche starke Gegner auf einem ganz anderen Level. An der Motivation ändere das aber nichts – das Team arbeite weiter mit vollem Einsatz daran, sich in der höchsten Spielklasse festzubeißen. Abschließend appellierte er an die Zuhörer und Zuhörerinnen: „Es ist wie David gegen Goliath. Es ist egal wer vor dir steht, wenn du weißt, wer hinter dir steht“.

Wie lebendig es an der Basis zugeht, zeigte Nachwuchsleiter Mike Urschitz: 436 aktive Spielerinnen und Spieler – ein Plus von 17 Prozent – kicken mittlerweile in 19 Teams, betreut von 48 Trainern und Betreuern. Sportlich glänzte die U18, die sowohl den Westmeister- als auch den Landesmeistertitel erfolgreich verteidigte. Die dritte Mannschaft stieg in die 2. Landesklasse auf, und mit Emir Tuna hat der Sprung vom Nachwuchs zu den Profis ein Gesicht. Dazu kamen Highlights wie der erste Internationale Rheinhallencup und der neue Rheincup bei den Bundesliga-Heimspielen. Ab der Saison 2026/27 ist Erreà neuer Ausrüster.

Finanzvorstand Patrick Schuchter präsentierte danach den geprüften Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2025 bis 30. Juni 2026. Die Erträge stiegen gegenüber dem Vorjahr um 6,0 Prozent. Unter dem Strich steht trotzdem ein Minus – ein Aufstiegsjahr ist immer eine große finanzielle Herausforderung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung 2025/26 im Überblick:

Einnahmen gesamt: € 4.545.941,69
Eintrittsgelder: € 713.617,62
Sponsoring/Werbung: € 1.684.366,94
TV-Übertragungsrechte: € 77.411,20
Sonstige Erträge (u. a. Gastronomie, Fanshop, Mitgliedsbeiträge): € 2.070.545,93

Aufwendungen gesamt: € 4.928.060,10
Material- und bezogene Leistungen: € 744.159,47
Personalaufwand: € 2.296.102,98
Abschreibungen: € 142.013,18
Sonstige Aufwendungen (u. a. Stadion, Spielbetrieb): € 1.745.784,47

Jahresfehlbetrag nach Steuern: - € 430.060,75

Für die Zukunft gab Schuchter drei klare Ziele aus: Das laufende Spieljahr soll mit einem deutlichen Gewinn abgeschlossen werden – Stand heute ist der Verein auf Schiene, einen Großteil des Vorjahresverlusts auszugleichen. Dazu kommen konsequente Kostendisziplin bei Personal- und Sachkosten sowie die Nutzung der Stadion-Infrastruktur für weitere Erlössteigerungen.

Neuer Austria-Vorstand gewählt

Vorstandssprecher: Christoph Wirnsperger
Sport: Valentin Drexel und Stephan Muxel
Finanzen & Sponsoring: Patrick Schuchter
Politik/Infrastruktur/Digitalisierung: Patrick Grabher
Organisation/Prozesse: Simon Sohm

Verena Kögler schied aus beruflichen Gründen aus dem Vorstand aus. Mike Urschitz, bis dato als Vorstandsmitglied für den Nachwuchs aktiv, übt diese Funktion nun als Angestellter in der Geschäftsstelle aus.

Festlegung der Mitgliedsbeiträge

Die Mitgliedsbeiträge blieben im Vergleich zur letzten Jahreshauptversammlung vom 22. November 2025 unverändert.

Ehrungen Jahreshauptversammlung 22. Oktober 2026

Eine besondere Auszeichnung wurde Lothar "Hupfi" Hofer und Franz Baumgartner zuteil: Beide sind ab sofort Ehrenmitglieder des SC Austria Lustenau.

Vereinsnadel Gold: Brigitte Baumgartner
Vereinsnadel Silber: Helmut Hagen

VFV-Präsident Alfons Kirchmann, VFV-Vizepräsidentin Sonja Baldauf und Lustenaus Bürgermeister Patrick Wiedl rundeten die 113. Jahreshauptversammlung des SC Austria Lustenau mit ihren Gruß- und Dankesworten ab.

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Die vier geehrten Personen in der Mitte: "Hupfi" Hofer, Franz Baumgartner, Brigitte Baumgartner & Helmut Hagen

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