"Es war eine sehr schöne Zeit bei der Austria" - Richie Padmore zu Besuch bei den Grün-Weißen

Freitag, 21 Oktober 2016

Eine grün-weiße Kicker-Legende aus glanzvoller und turbulenter Bundesligazeit weilte dieser Tage auf einem Kurzbesuch in Lustenau: Richard Padmore. Vielen in der Austria-Fangemeinde ist der Ghanese noch in bester Erinnerung, wenn er zu seinen unwiderstehlichen Vorstößen auf der Außenbahn ansetzte und mit "Padi" oder "Richie"-Rufen angefeuert wurde. Der Vorzeigeprofi kam in Begleitung seines Sohnes Goodwill an die Stätte seiner dreijährigen Austria-Karriere zurück, wo sich vielleicht auch für seinen Junior die Chance für eine Fußball-Karriere eröffnet.

Kurz vor dem Abflug nach Wolverhampton, wo Padmore seit einigen Jahren mit seiner Familie lebt, konnte der Austria-Kurier im Haus der Fußballer-Familie von Austria-Finanzchef Reini Bösch mit dem einstigen Publikumsliebling ein Interview führen. Mit am Tisch neben seinem Sohn Goodwill (er bleibt vorerst auf Probezeit in Lustenau), auch Austria-Goalgetter Dwamena, der mit Interesse dank seiner guten Deutschkenntnisse den interessanten Ausführungen von Padmore zuhörte und einiges über die für "Richie" sehr schöne Austria-Erfolgsgeschichte in der Aufstiegssaison 1996/1997 und später in der Bundesliga erfahren konnte.

Für ein Ziel marschieren

"Wir müssen nicht, wir wollen aufsteigen". So habe zu Beginn dieser historischen Saison 1996/1997 das Leitmotiv von Vereinsführung und Trainer Stöhr gelautet. Der Druck sei damit von den Spielern genommen worden und jeder in der Mannschaft für das Ziel Aufstieg marschiert. Viele der grün-weißen Fans können sich an Padmores Eigenschaften, Fußball zu spielen, noch gut erinnern. Richi war der Inbegriff für Kampfkraft mit Herz, Kompromißlosigkeit, hoher Laufbereitschaft und Leidenschaft, die auch einmal im Tivoli-Stadion gegen Wacker mit einer Roten Karte und 3-Spiele-Sperre endete. Der gebürtige Ghanese erinnert sich noch gut: "Ich kam im Tackling etwas zu spät, aber wollte nie jemanden bewusst verletzen. Aber wenn man wie ich meist über hundert Prozent Einsatz gibt, passieren solche Dinge." Pressing und Anlaufen habe er schon damals praktiziert, das sei nicht neu erfunden worden.

Positiver Spirit

Als Torschütze konnte sich Padmore nicht oft auszeichnen, aber an ein besonderes Tor erinnert er sich noch gut und zwar per Kopf gegen Leoben. "Und das war, so glaub ich, zum 1:1 Endstand." Was den bulligen Verteidiger noch auszeichnete und dem Team viel positiven Spirit brachte war sein professionelles Auftreten auf und neben dem Platz. Immer gut gelaunt verarbeitete er mit frohem Wesen und breitem Grinsen negative Phasen und baute gleichzeitig seine Teamkollegen auf.

Austria-Familie

Richie pflegt noch via den gängigen Kommunikationsmitteln den einen oder anderen Kontakt zu seinen ehemaligen Teamkollegen wie Prinzen, Tiefenbach, Benneker, Schroll, Kolvidsson oder Unger. "Das war einfach eine Topmannschaft mit einem tollen Präsi Hubi . . . dem ich viel zu verdanken habe. . . und nicht zuletzt einem grandiosen Anhang. Es war einfach gesagt eine funktionierende Familie", wie es der Padmore, noch immer mit der Austria-Seele in der Brust, so treffend zum Ausdruck bringt.

Dem aktuellen Team der Austria wünscht Richard Padmore natürlich den Aufstieg, vielleicht schon heuer, spätestens nächstes Jahr. Sein jüngster Lustenau-Besuch und der Umstand, dass mit seinem Sohn Goodwill in der laufenden Saison 2016/2017 wieder ein Padmore bei der Austria spielt, sei vielleicht ein gutes Omen: "1996/1997 sind wir aufgestiegen. Zwanzig Jahre danach wäre es schön und an der Zeit, das zu wiederholen." Für seinen Sohn Goodwill sieht er in Lustenau bei der Austria die Möglichkeit eines weiteren Lernprozesses vom Jugendfußball zum Leistungssport mit allen Konsequenzen. "Da muss er jetzt durch, Biss zeigen und arbeiten", rät ihm Papa Padi.

Ereignisreiche Karriere

Richi Padmore ist indessen wieder ins englische Wolverhampton zurückgekehrt, wo sich vorerst der Kreis seiner ereignisreichen Fußball-Karriere geschlossen hat. Die begann in der 2. Division von Ghana,. Es folgte ein eineinhalbjähriges Engagement in Südafrika, ehe er bei Sturm Graz landete. Dort spielte er von 1993 bis 1996 u.a. unter der Trainer-Legende Osim mit prominenten österreichischen Nationalspielern wie Vastic, Haas, Mählich, Schopp, Schachner oder Hörmaier zusammen. Sein größter Erfolg mit den Steirern war der Cupsieg. Nach drei Austria-Saisonen spielte "Padi" noch zwei Jahre bei St.Andreä in Kärnten, dem damaligen Regionaligaverein und heutigen Wolfsberger AC. Dessen Präsident Dietmar Riegler beauftragte Padmore nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn mit dem Aufbau der vom WAC-Boss finanzierten Fußballakademie in Ghana, die Riegler dann einige Zeit später aber an Red Bull verkaufte und Richie eine neue Aufgabe auf der Insel suchen musste.

Einen Zukunftsplan hat der heute 43Jährige noch im Auge. "Ich möchte in Ghana den vielen fussballbegeisterten Kindern im Grundschulalter eine Ausbildung ermöglichen". Dafür wünschen wir Richard "Richi" Padmore viel Erfolg.

 

Steckbrief:

Richard Padmore
Alter 43 Jahre
Kinder: Sohn Goodwill (19), Tochter Anna (14)
Karriere: 2. Division Ghana, Südafrika, Sturm Graz, Austria, St. Andrä, Fußball-Akademie Ghana
Position: Verteidiger

Team VS. Team 2

27.04.2018

Freitag, 18:30 Uhr

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