Chabbi: "Wir spielen befreit auf"

Freitag, 22 April 2016

Heute Abend treffen die Grün-Weißen auf die Falken aus Kapfenberg. Die Duelle in der Vergangenheit waren immer umkämpft. Das letzte Duell ging an die Austria, davor konnte sich zweimal der Kapfenberger SV durchsetzen. Lassaad Chabbi, Daniel Ernemann und Daniel Sobkova haben uns bei der Pressekonferenz unsere Fragen beantwortet.

Die letzten Spiele waren durch die Bank sehr positiv für die Austria. Lassaad, deine Meinung zu den letzten Runden?
Chabbi: Wir sind zufrieden mit den letzten drei Spielen. Speziell die Auswärtsspiele in Klagenfurt und Wiener Neustadt haben gezeigt, dass wir sowohl in Überzahl als auch in Unterzahl gut agieren. Die Jungen gaben das bravourös gemacht und sind sehr gut gestanden. In Überzahl hatten wir Vorteile, in Unterzahl haben wir so gut wie keine Chance zugelassen. Es war das 3. Spiel in der Woche. Die Jungen sind offensiv wie defensiv gut gestanden.

Wie hält man die Spannung im „Niemandsland“ aufrecht?
Chabbi: Lieber befinde ich mich im Niemandsland als im Kampf um den Abstieg. Aber wir haben ein klares Ziel, jedes Spiel zu gewinnen. Wir haben 44 Punkte gemacht und können nun befreit aufspielen.

Wie sind die Kapfenberger einzuschätzen? Spielen sie im Reichshofstadion eher defensiver?
Chabbi: Nein, Kapfenberg spielt im Frühjahr moderner und offensiver. Sie machen wie wir ständig Pressing und spielen nach vorne orientiert. Wir spielen immer lieber 80 Meter von unserem Tor entfernt als bei uns am Sechzehner. Offensiv liegt uns besser.

Kapfenberg ist eine gefährliche Auswärtsmannschaft, wie stellt ihr euch darauf ein?
Chabbi: Wir stellen uns immer auf die gegebene Situation ein. Julian Wießmeier wird zwei, drei Wochen ausfallen. Mario Bolter ist für ein Spiel gegen Kapfenberg gesperrt. Unabhängig davon bin ich immer schon für Rotation. Ich bin froh, dass wir viele Spieler einsetzen können, die so Spielpraxis bekommen und sofort auf ihrer Position eingesetzt werden können. So sollten wir die Ausfälle gut kompensieren können. Wir haben 18 bis 20 Spieler, die fit sind. Jeder ist gut drauf. Thiago hat das eindrücklich bewiesen. Er wurde in Klagenfurt eingewechselt und hat ein schnelles Tor gemacht. In jedem Spiel hat er Chancen herausgeholt. Bei mir gibt es keine Unterschiede. Jeder Spieler im Team ist wichtig, das vermittle ich allen unseren Spielern. Gegen Salzburg haben wir auch gewechselt, Julian Wießmeier, Mario Bolter und Marco Krainz wurden geschont. Trotzdem waren wir erfolgreich. Die Jungen sind immer heiß auf Einsätze. Wir können uns aber auch auf unsere Routiniers verlassen, speziell auf Mario Bolter. Kapitän Christoph Stückler spielt hinten sensationell stark, hat das Team im Griff und ist auch vorne mit seinen Kopfbällen enorm gefährlich.

Das heißt Julian's Ausfall wird kein Problem sein?
Julian Wießmeier ist ein Schlüsselspieler. Natürlich ist Julian von der Mentalität und seinem Charakter für das Team sehr wichtig. Er läuft enorm, ist immer präsent und macht viele Tore. Vor allem auch in sehr wichtigen Spielen war er entscheidend. Aber es gibt weitere wichtige Stützen. Bolter und Stückler sind hinten sehr wichtige Rückhalte. Das gilt speziell auch für unseren Torwart Christopher Knett, der mit seiner Übersicht und starken Paraden Gegentore unter großem Druck verhindert und uns im Spiel gehalten hat. Mit dieser positiven Einstellung macht den anderen besser.

Daniel, dein Vertrag läuft aus, bist du auch im Niemandsland?
Daniel: Ich mache mir noch keine Gedanken um den Vertrag. Ob du nun ganz vorne oder hinten spielst, du musst immer volle Leistung bringen und dich für eine Vertragsverlängerung empfehlen. In meinem Alter zählt nur, dass ich immer Gas gebe, im Training alles gebe und meine Position ausfülle. Das was ich heute spiele, war nicht meine Lieblingsposition. Der Trainer und ich haben das aber geklärt. Seither habe ich mich sehr gut eingelebt. Ich orientiere mich daran, wie international bekannte Spielergrößen auf dieser Position spielen. Es ist anspruchsvoll, denn man muss flexibel spielen. Auf meiner Position muss man sich schnell von der Defensive in die Offensive einschalten. Die Außenposition wird international auf anspruchsvollem Niveau gespielt.

Chabbi: Daniel (Sobkova) hat sich sehr positiv entwickelt. Er spielt auf seiner Position hervorragend. Ein Spiel ist kein Wunschkonzert. Ich muss mich als Spieler auf die Notwendigkeiten im Team einstellen. Es ist ein Unterschied, ob ich auf der Lieblingsposition bei den Amateuren spiele oder auf der mannschaftsdienlich richtigen Position bei den Profis. Die schlechteste Position, di eman spielen kann, ist die auf der Tribüne. Die Spieler sollen sich am internationalen Niveau orientieren. Bei großen Mannschaften zählt nicht die Position, sondern dass ich spiele. Da müssen alle vorne und hinten spielen können. Auch ein Wießmeier ist kein typischer Zehner mehr. Im Team spielt er aber eine hervorragende Rolle und ist immer torgefährlich.

Daniel, du hast ja schon einige Jahre in Lustenau hinter dir. Ist Lustenau zu deiner Heimat geworden?
Daniel: Seit Februar ist Vorarlberg meine erste Heimat geworden. Ich habe mit Eva eine Wohnung in Lustenau gekauft und das Linzer Kennzeichen gegen das Dornbirner ausgetauscht. Linz bedeutet für mich Heimaturlaub. Für mich ist die Austria mein Verein, in dem ich mit vollem Herzblut spiele. Hier möchte ich auch noch lange bleiben.

Wie hat sich das Niveau des Teams entwickelt?
Daniel: Ich bin positiv von der Entwicklung des Teams überrascht. Wir mussten uns erst finden, das Konzept hat aber eingeschlagen. Ab der 11. Runde habe ich gespielt, seither ist es aufwärts gegangen (lacht). Im Ernst, wir haben uns als Mannschaft ständig verbessert und gesteigert. Mit dieser Mannschaft ist noch vieles möglich.

Siehst du deine Stärken in der Offensive und bei Standards?
Daniel: Meine Stärken sehe ich nicht nur in der Offensive. Sondern es gibt wichtigere Kriterien. Im Spiel mache meine Seite zu und versuche mich von dort aus in die Offensive einzuschalten. Standards trainiere ich seit Jahren konsequent. Wichtig ist der Fokus auf den Ball, dass du ihn voll triffst. Bei Eckbällen wie bei Freistößen. Bei der Perfektionierung bist du nie am Ende, sondern musst dich ständig fit halten und verbessern.

Abschließend eine Frage hinsichtlich Zukunft. Welche Wünsch hat der Trainer an den Präsidenten?
Chabbi: Die Wünsche an den Präsidenten diskutieren wir nicht in der Öffentlichkeit. Wir reden unter vier Augen über Spieler, die wir behalten wollen und wie wir das Team weiterentwickeln können.

Hubert Nagel: Die Verhandlungen mit Spielern, deren Verträge auslaufen, werden nach der „englischen Woche“ geführt. Es wird mit allen Spielern Gespräche geben. Anderslautende Medienberichte entbehren jeder Grundlage. Insbesondere stimmt auch der Bericht nicht, dass vier Spieler fix den Verein verlassen müssen. Entscheidungen und Neuigkeiten werden wir wie üblich über unsere Kanäle verbreiten.

Team VS. Team 2

28.10.2018

Sonntag, 10.30 Uhr

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