Grabher: "Mein Ziel ist es effektiver zu werden"

Freitag, 13 Mai 2016

Heute abend trifft die Austria auf den FC Liefering. Die beiden Mannschaften trennt nur ein Punkt in der Tabelle und die Austria möchte unbedingt noch auf Platz 4 vorrücken. Nach den souveränen Siegen gegen den LASK und Wacker Innsbruck wird es nicht an Motivation fehlen. Dennoch ist der FC Liefering in dieser Saison noch unbesiegt gegen die Grün-Weißen. Eine spannende Partie darf also erwartet werden. Lassaad Chabbi, Daniel Ernemann und Pius Grabher haben sich den Fragen der Journalisten gestellt.

Ihr seid die fairste Mannschaft der Liga. Bisher war noch kein Spieler wegen 5 Karten gesperrt. Was bedeutet das?
Chabbi: Das Wichtigste ist für uns immer, dass wir ein Match gewinnen. Aber es ist gut, wenn wir bisher keinen einzigen Spieler haben, der wegen 5 gelben Karten gesperrt wurde. Von den Roten bzw. Gelbroten Karten war auch nur jene für Knett gerechtfertigt. Vor allem Schiedsrichterkritik toleriere ich nicht. Dafür gibt es Strafen, die in die Mannschaftskasse eingezahlt werden müssen. Das gilt auch für das Trainerteam.

Pius, wie fühlst du dich in deiner neuen Rolle, die du wegen dem Ausfall von Julian Wießmeier übernehmen musstest?
Pius: Die Rolle hat sich nicht wirklich geändert. Das System wurde umgestellt, wir spielen mit drei Zentralen, also drei Sechsern. Wir rotieren viel und stellen das System auch während einem Spiel um. Das war gegen den LASK und Innsbruck erfolgreich. Mir selbst ist es egal, ob ich nun hinten oder weiter vorne spiele.

Dein Vertrag läuft aus, wie geht es dir damit?
Pius: Der Verein hat eine Option auf mich. Ich gehe davon aus, dass wir uns einigen werden.

Chabbi: Pius ist sehr wichtig für uns. Ein Spieler, der in den Planungen eine große Rolle spielt. Kontinuität ist für das Fortkommen im Fußball sehr wichtig. Heutzutage spielen alle erfolgreichen Mannschaften flexibel. Da gibt es keinen klassischen Zehner mehr, weil sich die Spieler ganz anders, flexibler einbringen müssen. Allerdings hätten wir mit Julian gegen St. Pölten sicher gewonnen. Wenn wichtige Spieler ausfallen, können sie nicht immer 1:1 ersetzt werden. Das haben wir selbst gegen den FAC gesehen. Also stellen wir besser das System entsprechend um.

Lassaad, wie zufrieden bist du mit den jungen Spielern wie Krainz?
Mit Marco Krainz bin ich sehr zufrieden. Im letzten Spiel habe ich ihn nur ausgewechselt, weil er eine gelbe Karte bekam. Er hat neben (Christoph) Freitag gespielt, der gerne provoziert. Deshalb habe ich den jungen Spieler geschützt und herausgenommen.

Ist Julian Wießmeier im Spiel gegen Liefering einsetzbar?
Chabbi: Wir gehen kein Risiko ein und werden ihn gegen Liefering eher schonen. Aber gegen Salzburg gehen wir davon aus, dass er wieder spielen wird.

Wie sieht es mit der Lizenz aus?
Ernemann: Der Protest wurde fristgerecht eingereicht. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass wir die Lizenz ohne Auflagen erhalten. Am Donnerstag haben alle Vereine Parteiengehör beim Lizenzausschuss. Unser Präsident Hubert Nagel ist persönlich dabei und wird das alles im Sinne der Austria regeln.

Wie sehr beeinflussen euch die Ligareformgespräche in der Planung?
Ernemann: Jeder hat Talk und Tore gesehen. Wir gehen davon aus, dass die Umsetzung nicht so schnell kommt. Wir gehen davon aus, dass die beiden 10er-Ligen bleiben. Mit 6 Ausländern in der 1. und der 2. Liga. Somit lassen wir uns in der aktuellen Planung nicht beeinflussen. Allerdings geht es um grundlegende Weichenstellungen für die Zukunft - mit vielen offenen Fragen. Präsident Nagel vertritt die Auffassung, dass die 1. Liga mit 10 Teams spielen soll und die 2. Liga als Ausbildungsliga dient. Im Aufsichtsrat sind nur zwei Zweitligaclubs vertreten, Kapfenberg und die Austria. Beide haben sich klar gegen einen neuen Modus ausgesprochen. Es mutet problematisch an, wenn man ein fertiges Konzept über eine so grundlegende Reform auf den Tisch legt, das mit den Zweitligaclubs nicht abgestimmt ist. Man sollte sich die Frage stellen, was ist die 2. Liga sportlich wert. Es hängt auch der Nachwuchs, die Gesundheit der Jungen dran.

Chabbi: Wir sollten uns mit den Nachbarn vergleichen, z. B. mit der Schweiz. Ein Modus, wie er in Österreich geplant ist, findet man in keiner erfolgreichen Fußballnation. Zwei Absteiger sind aber auch ein Problem! Da sind sehr viele Vereine bis zum Schluss gefährdet. Natürlich ist das eine Frage des Geldes. Jeder Verein muss finanziell auf eigenen Beinen stehen. Die öffentliche Hand soll in die Infrastruktur investieren. Ich plädiere für die Beibehaltung der 2 x 10 Teams. Es macht Spaß, Fußball in Sky zu sehen aus unserer Liga. Einige Spieler aus der Sky Go Ersten Liga spielen heute ganz oben, selbst in der 1. und 2. Deutschen Bundesliga. Mit der geplanten Reform würden viele gute Spieler arbeitslos in Österreich..

Welche Bedeutung hat das Spiel gegen Liefering?
Chabbi: Wir möchten gewinnen und unbedingt Liefering überholen. Wir haben mit dem Sieg gegen den LASK die Spannung in der Liga erhöht. Wir wissen nicht, wie Liefering aufläuft, aber sie werden ihr System nicht komplett umstellen. Auch wenn wir gegen ein junges, schnelles Team antreten, werden wir auf Sieg spielen.

Pius, dein Fazit zum Ende der Saison?
Pius:  Man hinterfragt sich als Spieler immer. Als Spieler bin ich aber mit den Einsatzminuten zufrieden, habe mich in die Mannschaft gespielt. Es gibt vieles, das ich noch zu lernen habe und mich weiterentwickeln muss. Die Torquote ist trotz einiger Chancen in dieser Saison nicht gut. Hier setze ich mir für die nächste Saison das Ziel, effektiver zu werden.

Wie sieht es mit der Mannschaftsplanung aus?
Ernemann: Wir warten die Lizenzentscheidung ab, dann werden Nägel mit Köpfen gemacht.

Nach dem wahrscheinlichen Abgang von Seif braucht die Austria mindestens einen neuen Stürmer oder?
Chabbi: Wir werden sehen, wer ablösefrei ist und uns verstärken kann.  Seif hat Tore gemacht, weil er sehr hart an sich gearbeitet hat. Er hat von den U15 bis U19 unter Gregoritsch gespielt und nicht weil ich als Vater Trainer bin. So ist es auch mit Marco Krainz, der bei Austria Wien nicht zum Zug kam. Bei uns hat er sich sehr gut entwickelt und kann zum wichtigen Stammspieler werden.

Seif ist mental gereift und ist heute auch innerlich stabil und sehr stark. Die Angriffe hat er gut weggesteckt. Es ist nicht so einfach, wenn dich die eigenen Fans bei der Einwechselung pfeifen. Er sagt, jetzt erst recht. Das muss man aushalten und das hat funktioniert. Ich berate meinen Sohn, wo er hingehen soll. Er ist nach Hoffenheim gegangen. Ich habe ihn zur Austria geholt. Seif muss man immer unter Aufsicht haben. Aber ich habe auch als Trainer dazugelernt. Jeder muss wissen, dass er nur mit voller Leistung eine Chance in einer guten Mannschaft hat.

Pius, wie geht es dir dabei, wenn man davon hört, dass andere Spieler von Scouts beobachtet werden und möglicherweise den nächsten Schritt bereits machen?
Natürlich trachtet jeder Spieler danach in der höchsten Liga zu spielen. Spieler profitieren davon, wenn Scouts kommen, um die Mannschaft zu beobachten. Wir Spieler gönnen uns das gegenseitig. Ob ein Marco als junger kommt. Wenn Seif an eine gute Adresse geht, freuen wir uns.

Ernemann: Das sieht man an Danilo, der zu Ingolstadt ging. Wenn ein Spieler zu einem Topteam geht, ist das eine tolle Sache. So kommen noch mehr Scouts und beobachten unsere Spieler.

Chabbi: Aber nicht nur Brasilianer, sondern auch österr. Spieler haben sich von Austria Lustenau für gute Vereine empfohlen. Jeder Spieler, der in der Kabine dabei ist, hat das Recht, spielen zu wollen.

Ernemann: Jeder gute Spieler muss das Ziel haben, in einer höheren Liga zu spielen, sonst ist er in der Sky Go Liga am falschen Platz.

Team VS. Team 2

28.10.2018

Sonntag, 10.30 Uhr

7
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2
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4
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Planet Pure
Planet Pure

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