Stadionneubau

stadion blick auf nord und osttribüne

Reichshofstadion NEU

Die Sehnsucht nach einem neuen, hochmodernen Stadion gibt es in Lustenau bereits seit den 90er Jahren. Immer wieder gab es erste Ideen und Konzepte, zu einer Umsetzung kam es leider bis zum heutigen Tag nicht. Jetzt ist wieder Bewegung im Thema, weil das Stadion die Kriterien für die Bundesliga nicht erfüllt und der Verein keine Ausnahmegenehmigung und daher auch keine Lizenz für die 1. Bundesliga bekommen hat. Ein Schuss vor den Bug, der ernst genommen werden muss. Will man in Lustenau weiterhin Profi-Fußball erleben und bieten können, braucht es jetzt konkrete Schritte.

Wir bleiben unseren Wurzeln treu, daher soll das bestehende Reichshofstadion mit dem Austria-Dorf erneuert werden. Das Reichshofstadion NEU soll zur „neuen Heimat“ der Austria werden, die bisher gelebte Identität und Tradition widerspiegeln und gleichzeitig den gestiegenen Ansprüchen an Funktionalität, Stadionerlebnis und Unterhaltung genügen. Der Neubau soll wie ein Wohnzimmer sein und Platz für zahlreiche Ideen und noch mehr Leidenschaft und Hingabe sein.

Zahlen und Fakten

Geplanter Baubeginn 2022/2023
Eigentümer/in Marktgemeinde Lustenau
Pächter SC Austria Lustenau
Kosten Stadion Neubau 18 Millionen Euro
Kapazität 5.500
Sitzplätze 3.500
Stehplätze 2.000
Rollstuhlplätze 50
Parkplätze PKW/Bus 50
Fahrradabstellplätze 1.500

Um langfristig im Profi-Fußball bestehen zu können, hat die Austria bereits in den 90er Jahren nach dem Bundesligaaufstieg daran gearbeitet, alle Kriterien der Bundesliga zu erfüllen und noch mehr Stadionatmosphäre zu schaffen.

Zunächst wurde von der Gemeinde als Eigentümerin auf Provisorien gesetzt, die mit den Jahren zum Fixinventar wurden. Dann gab es verschiedenste Überlegungen von Seiten des Vereins und der Gemeinde mit einem Neubau am Ortsrand und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung am bestehenden Standort im Schützengarten.

Ein großes Anliegen ist es, die geliebte Atmosphäre und die besondere Stimmung des bestehenden Stadions auch im neuen Stadion zu erhalten. Weiterhin sollen die Fanclubs von der Nordtribüne aus, die Mannschaft anfeuern. Die Tribünen sollen noch näher an das Spielfeld rücken, um das neue Stadion in eine echte Arena zu verwandeln.

Im Rahmen eines Architekturwettbewerbs wurde das Projekt der Architektengemeinschaft Bernardo Bader und Walter Angonese zu Siegerprojekt gekürt.

Das neue Reichshofstadion

Im Rheintal an der Grenze zur Schweiz und direkt am Rhein gelegen soll der Wunsch nach einem neuen Stadion mit möglichst heimeliger Atmosphäre und mit der Einbindung der bestehenden Haupttribüne in das Projekt realisiert werden. Das Gewinner-Projekt kommt von Architekten Bernardo Bader und Walter Angonese und besticht dadurch, dass der Innenraum großteils in Holz ausgeführt wird.

Die bestehende Haupttribüne und das Glashaus werden in den Neubau der Nord-, Ost- und Südtribüne integriert und teilweise adaptiert. Bei den neuen Tribünen wird der Unterbau aus Beton bestehen und darauf wird eine Holzkonstruktion die Ränge bilden. Das neue Stadion soll ca. 5.500 Fußballfans Platz bieten. Die neuen Flutlichttürme markieren weithin sichtbar diesen besonderen Ort. Die Ausführung des Flutlichts und der Tribüne bringt eine deutliche Verringerung der Licht- und Lärmemissionen. Generell hat sich das Siegerteam am Leitsatz orientiert: „Wir schaffen in Lustenau ein Wohnzimmer für den Fußball“.

Stadionansicht NORD

stadion ansicht nord

Stadionansicht OST

stadion ansicht ost

Stadionansicht SÜDWEST

stadion ansicht südwest

Lageplan

stadion 2

Geschichte rund um den Stadionneubau

Das Reichshofstadion besteht seit 1951, im Jahr davor, 1950, wurde mit dem Bau begonnen. Der erste Pachtvertrag zwischen Gemeinde und unserer Austria wurde am 16. Mai 1951 unterzeichnet und galt 30 Jahre lang. 1952 wurden die Kassahäuschen aufgestellt, die heute noch in Betrieb sind. Die Haupttribüne wurde 1959 überdacht und mit Sitzplätzen ausgestattet.
In den 60er Jahren kamen dann nördlich und südlich des Fußballplatzes erste Stehrampen hinzu. In den 70er Jahren wurde die bestehende Aschenlaufbahn durch moderne Tartanlaufbahnen ersetzt. 1981 wurde das erste Flutlicht mit fünf Holzmasten errichtet, wenige Jahre später wurden die in Austria-Besitz befindlichen Tribünen an die Gemeinde als Grundstückseigentümerin verkauft.

1990 - 1996
In den frühen 90er Jahren erlebte die Austria einen rasanten sportlichen Höhenflug, was dazu führte, dass erstmals über einen Neubau nachgedacht wurde. Ab Dezember wurden erste Vorprojekte entwickelt. In einem Planungswettbewerb wurde Ende 1993 das Siegerprojekt vom Büro Lothar Huber gekürt. 1995 wurde kurz nach dem Aufstieg in die 2. Liga mit der ersten Ausbaustufe begonnen. Das Austria-Dorf wurde zum beliebten und vielbeachteten Herzstück des Reichshofstadions weiter entwickelt. 1996 wurde der Neubau der Haupttribüne inklusive Glashaus fertiggestellt und feierlich eingeweiht.

1997 – Der Bundesliga-Traum wird wahr
1997 gelang der Aufstieg in die Bundesliga. Dadurch waren zusätzliche Tribünen notwendig. Die Gemeinde entschied sich aufgrund des vorangegangenen Ausbaus der Haupttribüne kurzfristig für Provisorien – die noch heute verwendeten Stahlrohrtribünen.
Die neue Zuschauerkapazität des Reichshofstadion betrug nun 10.500 Personen, das Austria-Dorf wurde mit den heute noch bestehenden Kugeln erweitert.

1998 - 2000
1998 wurde das Flutlicht erneuert, das bis 2014 Bestand hatte. Auf der Haupttribüne wurden die noch bestehenden Stehplätze in Sektor A und D zu Sitzplätzen umgebaut. Die Austria erstellte in diesem Jahr ein Konzept für eine dauerhafte Stadionerweiterung und machte der Gemeinde ein 25-Millionen-Schilling-Angebot zum Ankauf des Stadions, das von den politisch Verantwortlichen abgelehnt wurde.
Im Jahr 2000 erfolgte der Abstieg aus der Bundesliga in die 2. Liga. Dadurch wurden die Neubau-Pläne weit zurückgeworfen. Dennoch musste zur Erfüllung der Bundesligakriterien eine Rasenheizung eingebaut werden. Durch den Bau eines Heizhauses auf der bestehenden Laufbahn, verloren die Leichtathleten ihre Trainingsmöglichkeiten im Stadion.
Die bestehende provisorische Osttribüne musste nach Protesten von direkten Anrainern abgebaut werden.

2001 - 2010
Nach dem Jahrtausendwechsel musste 2004 die Haupttribüne mit Schalensitzen ausgestattet werden. Auch die Osttribüne sollte wieder aufgebaut werden. Es wurde ein Projekt mit Dach und Rückwand für einen verbesserten Lärmschutz erstellt. Auch diese Variante scheiterte nach Einsprüchen von Nachbarn.
2006 wurde der VIP-Bereich zum heutigen Glashaus inkl. Austria-Kiosk ausgebaut. Bereits diese kleine Adaption führte in der Gemeindevertretung zu hitzigen Diskussionen.
2008 wurde erneut die Flutlichtanlage diskutiert. Es gab Pläne, entweder die bestehende Anlage aufzurüsten oder eine neue Anlage zu bauen. Eine Entscheidung von Seiten der Gemeinde blieb aber zunächst aus.

2011 – 2016
Im Jahr 2012 kam wieder Bewegung in das Neubauprojekt. Die Firmen Binz und ZIMA wurden mit einer Machbarkeitsstudie für einen möglichen Neubau des Stadions unter dem Titel „Neues Stadion am Ortsrand“ beauftragt. Davon erhofften sich die Gemeinde und die Austria eine Grundlage für die Entscheidung zwischen dem Ausbau des Reichshofstadions und der Errichtung einer neuen, auf Multifunktionalität ausgerichteten Fußballarena an einem attraktiven Standort.
2013 verpasste die Austria nach einem schwachen Frühjahr den Aufstieg in die Bundesliga. Damit wurde die Euphorie in Sachen Stadionneubau stark abgebremst.
Auch bei der 100-Jahr-Feier der Austria im Jahr 2014 war der Stadionneubau das meistdiskutierteste Thema. Aufgrund der unzureichenden Infrastruktur für TV und Fernsehen und zu schwachem Flutlicht wurde dem Verein erstmals die Lizenz verweigert. Dieses Problem wurde mit 2 weiteren Provisorien (Kameraturm und Flutlicht) „gelöst“.
Aufgrund der sehr hoch geschätzten Grundstücks- und Errichtungskosten und der fehlenden Verfügbarkeit eines passenden Grundstücks wurde das Konzepts eines Stadionneubaus am Ortsrand von der Politik endgültig verworfen. Im Sportzentrum wurde eine neue Leichtathletikanlage gebaut, die den Leichtathleten seit dem Bundesligaaufstieg der Austria 1997 versprochen war.
Im Jahr 2016 wurde der Planungsbericht „Fußball-Nachwuchszentrum im Schweizer Ried“ erstellt. Aufgrund der Tatsache, dass mit dem Projekt „RHESI“ innerhalb der nächsten 10 bis 15 Jahre sämtliche Trainingsplätze der Austria im Rheinvorland verloren gehen, müssen zeitgerecht Ersatzflächen geschaffen werden. Die Stimmbürger der Ortsgemeinde Widnau haben in einer Volksabstimmung mit großer Mehrheit ihre Zustimmung gegeben. Mit dem Rückenwind der positiven Abstimmung in Widnau wurde auch der Umbau des Reichshofstadions wieder intensiver verfolgt.
Nach 5 langen Jahren Diskussion über den richtigen Standort und ohne konkrete Schritte beschloss die Gemeindevertretung im September 2016 die Vorbereitung eines Architekturwettbewerbs für den Neubau des Reichshofstadions und die Einsetzung der Architekturwerkstatt Dworzak-Grabher mit Hugo Dworzak und Stephan Grabher als Projektleitung.

2017
Im Juni 2017 wurde von der Architekturwerkstatt Dworzak-Grabher eine Projektstudie vorgestellt. Sie diente als Grundlage für den Beschluss zur Durchführung eines Architekturwettbewerbs, der in der Gemeindevertretung mi deutlicher Mehrheit genehmigt und der im Oktober 2017 ausgeschrieben wurde. Einreichungen waren bis zum März 2018 möglich. Damals war der Fahrplan noch sehr optimistisch angesetzt. Die Gemeinde wollte im Frühjahr das Projekt auswählen, im Herbst 2018 die Baueingabe machen und im Mai 2019 mit dem Bau beginnen.
Im Oktober 2017 war in der mittelfristigen Finanzplanung der Marktgemeinde Lustenau eine Etappierung für die Umsetzung des Projekts in den Jahren 2019 und 2020 (Fertigstellung) vorgesehen.

2018
Am 23. März 2018 wurde aus 17 eingereichten Arbeiten das Projekt der Teilnehmergemeinschaft Bernardo Bader Architekten ZT GmbH, Architekt Walter Angonese und gbd ZT GmbH zum Siegerprojekt gekürt.
Die Fachjury bestand aus der Architektin und Vorsitzenden Hemma Fasch sowie den Architekten Eraldo Consolascio, Helmut Kuess, Johannes Wiesflecker und dem Bauingenieur Carlo Galmarini, die als Fachpreisrichter fungierten. Bürgermeister Kurt Fischer, Sportreferent Bernd Bösch, Hubert Nagel und Gemeindeplaner Bernhard Kathrein ergänzten die Jury als Sachpreisrichter.
Am 4. April wurde das Siegerprojekt im Rathaus der Öffentlichkeit präsentiert. Ein erstes 3D-Modell, Pläne und Fotomontagen konnte begutachtet werden und das Siegerteam beantwortete Fragen der Presse und von Anwesenden. Bei der Präsentation kündigten Bürgermeister Kurt Fischer und der damalige Sportreferent, Bernd Bösch, jetziger Vorstandssprecher der Austria, an, dass in den kommenden Wochen das Thema Finanzierung mit Land und Gemeinde geklärt werden müsse.
Es gab aber auch kritische Stimmen. Von Geldverschwendung und realitätsfremden Dimensionen war die Rede. Eine Anrainerin klagte auf Fußballstopp aufgrund der Lärm- und Lichtbelastung. In Gesprächen zwischen Gemeinde und klagender Nachbarin konnte kein Konsens erzielt werden.
Im Mai 2018 gab es bei einem Treffen mit Landeshauptmann Markus Wallner erste positive Signale für eine finanzielle Unterstützung, aber noch keine verbindliche Finanzierungszusage.
Bürgermeister Kurt Fischer erklärte, dass sowohl über die Prozentuale Aufteilung der Kosten als auch über die Details zur Errichtung des Stadions noch Gespräche mit dem Land zu führen seien.

2019
Im Jänner 2019 kam es im Verein zu einem Erdbeben. Langzeit-Präsident Hubert Nagel nahm seine mit knapper Mehrheit gewonnene Präsidenten-Wahl nicht an und der Verein stand kurzzeitig ohne Vereinsführung da. In einem Kraftakt konnte im Februar 2019 ein fünfköpfiges Team gewählt werden, das alle Agenden der Austria übernahm. Die entstandene Unsicherheit über die Zukunft des Vereins bremste auch die Ausbaupläne im Stadion.
Im Gerichtsverfahren zur Einstellung des Fußballbetriebs im Stadion kam es im Mai 2019 zu einem ersten Urteil am Landesgericht Feldkirch mit positivem Ausgang für die Gemeinde und damit auch für die Austria.
Erst mit diesem Urteil war der Weg frei für den bisher wichtigsten Schritt im Stadionprojekt: Am 27. Juni 2019 beschloss die Gemeindevertretung der Marktgemeinde Lustenau den Generalplanungsvertrags und die Freigabe des Siegerprojekts des Architekturwettbewerbs unter der Voraussetzung der Finanzierungsbeteiligung des Landes Vorarlberg von 50 Prozent.
Im Dezember 2019 wurde von der Gemeindevertretung die Vergabe der Planung bis zur Einreichung in Höhe von € 600.000,-- endlich beschlossen.

2020
Im Februar 2020 fand die erste Sitzung des Projektlenkungsausschusses zum Thema Stadion statt. Im Ausschuss sind die Architektengemeinschaft, Vertreter der Gemeinde und Vertreter des SC Austria Lustenau vertreten.
Im Zuge der Lizenzierung für die Bundesliga erhielt die Austria aufgrund der Neubaupläne und des vorgelegten Bauzeitplans eine Ausnahmegenehmigung für die Kriterien Flutlicht-Leuchtstärke und Fassungsvermögen (Sitzplätze).
Die Corona-Pandemie verlangsamte den Projektfortschritt und verzögerte die notwendigen Gespräche zwischen Land, Gemeinde und Verein bezüglich der Vereinbarung über die Finanzierung. Im April 2020 betitelte Landeshauptmann Markus Wallner das Stadion in Lustenau als mittelfristiges Projekt, das im Budget 2020 mit großer Wahrscheinlichkeit aufgrund der Pandemie gestrichen werden muss. Die Austria reagierte und suchte das Gespräch mit Land und Gemeinde. Am Ende blieb die Zusage, dass das Projekt auf alle Fälle weiterverfolgt wird. Jedoch räumte Bürgermeister Fischer ein, dass Einsparungspotentiale erörtert werden müssen.
Ende des Jahres wurde dem Projektlenkungsausschuss die Kostenberechnung präsentiert. Die Kosten belaufen sich laut damaligem Stand insgesamt auf 18 Millionen Euro (inklusive einer Reserve von 10 Prozent).

Jänner bis März 2021
Im Februar 2021 gab es wieder positive Nachrichten. Land und Gemeinde vereinbarten die Weiterentwicklung des Stadionprojekts. In den Vorarlberger Nachrichten wurde die baldige Baueingabe angekündigt. Für die Fertigstellung der Einreichplanung wurden Gutachten zu den Themen Verkehr, Schall- und Lichtemissionen eingeholt.
Im Gespräch zwischen Land, Gemeinde und Verein zeigten der Landeshauptmann Markus Wallner und die Sportlandesrätin Martina Rüscher nach wie vor grundsätzlich die Bereitschaft zur Unterstützung (Finanzierung 50:50 Land und Gemeinde plus Eigenleistungen des SC Austria Lustenau), eine konkrete finanzielle Zusage blieb aber weiterhin aus.
Bernd Bösch wies zu diesem Zeitpunkt schon darauf hin, dass man für die Bundesliga konkrete Nachweise für den Fortschritt im Stadionprojekt präsentieren müsse, um die Lizenz weiterhin zu erhalten. Abseits der Gespräche mit der Politik wurde im Projektlenkungsausschuss eine aktuelle Kostenberechnung vorgelegt und festgestellt, dass das Projekt immer noch im Rahmen der ersten Kostenschätzung liegt.
Kurt Fischer kündigte an: „Es wird jetzt die Baueingabe vorbereitet und zeitnah fertiggestellt. Danach geht es wie geplant mit dem Verfahren weiter, bis wir ein genehmigungsfähiges Bauobjekt vor uns haben. Ich denke, das könnte sich bis 2022 ausgehen“.
Für die diesjährige Entscheidung über die Erteilung der Bundesligalizenz konnte aus Sicht des zuständigen Senates aber kein ausreichender Nachweis erbracht werden, dass das Stadion innerhalb der vorgesehenen Frist – also im Jahr 2023 – fertiggestellt sein wird.

April 2021
Hiobsbotschaft für den SC Austria Lustenau. Die Bundesliga verweigerte der Austria die Lizenz für die Bundesliga einzig und allein aufgrund des nicht bundesligatauglichen Stadions und dem fehlenden Fortschritt hinsichtlich des Stadionprojekts Reichshofstadion NEU. Aus Sicht des zuständigen Senats konnte kein ausreichender Nachweis erbracht werden, dass das Stadion innerhalb der vorgesehenen Frist – also im Jahr 2023 – fertiggestellt sein wird. In der Begründung wurden die fehlende Baueingabe und die fehlende verbindliche Vereinbarung über die Finanzierung angeführt.

Laut Bürgermeister stand das Projekt im April 2021 kurz vor der Baueingabe, die Nicht-Erteilung der Lizenz aufgrund des Stadions bezeichnete er in den Vorarlberger Nachrichten (14. April 2021) „als Nachtreten“. Am Tag der Lizenzentscheidung fand eine Sitzung der Fachplanungsgruppe statt, um die Einreichplanung zu finalisieren. Kurt Fischer argumentierte außerdem, dass die Baueingabe in wenigen Wochen erfolgt, nicht erst in einem Jahr oder in mehreren Monaten. Insgesamt wurden zu diesem Zeitpunkt bereits zirka 1 Millionen Euro in die Planungsphase des Stadions investiert.

Die Austria stand durch die Entscheidung der Bundeliga vor massiven finanziellen Problemen.
Erstens war der fix eingeplante Lizenzbonus in Höhe von zirka 230.000 EUR für die laufende Saison 2020/21 verloren und zweitens musste der Verein innerhalb einer Woche nachweisen, dass er die neue Saison auch ohne den für die Saison 2021/22 budgetierten Betrag in Höhe von nochmals 230.000 EUR finanzieren kann.

Dies gelang mit einem großen Kraftakt des Vereins und mit der Unterstützung der Gemeinde und des Landes. Am Freitag, 23. April 2021, gab es Grund zum Aufatmen. Die Zulassung für die zweite Liga wurde erteilt, damit bleibt die Austria dem Profi-Sport erhalten. Vorstandssprecher Bernd Bösch unterstrich gegenüber den Vorarlberger Nachrichten und der NEUEN Tageszeitung, dass es nach den Lizenzproblemen dringend klärende Gespräche mit Gemeinde und Land benötigt, um einen verbindlichen Zeitplan zu fixieren. Er forderte ein klares Bekenntnis zum Projekt, damit nicht noch mehr Schaden angerichtet wird.

Mai 2021
Die ersten Gespräche zwischen Land, Gemeinde und Verein haben stattgefunden. DIe Austria macht ihren Standpunkt klar, dass es bis zum Saisonstart Mitte Juli Klarheit über das weitere Vorgehen gibt.

Juli 2021
Erneut drängt die Austria zu weiteren Gesprächen. Aus Sicht des Vereins müssen jetzt die Gemeinde und der Verein einen verbindlicher Zeitplan für die Umsetzung des Projekts und einen konkreten Vorschlag für die Finanzierung des Projekts vorlegen und mit dem Land ausverhandeln.

August 2021
Mitte Juli wurde in Gesprächen mit Bürgermeister Kurt Fischer und Gemeinde-Finanzchef Klaus Bösch ein Plan für den Abbau der Verbindlichkeiten der Austria bei der Gemeinde ausgearbeitet sowie ein Zeitplan für die Umsetzung der Stadionpläne samt Finanzierungsvorschlag besprochen. In Sachen Verbindlichkeiten hat der Verein eine erste Rate bereits überwiesen. Zum Thema Stadion treten die Gemeinde und der Verein als nächstes an das Land Vorarlberg heran, um weitere Finanzierungsfragen zu klären. Diese Gespräche sollen nach der Haupturlaubszeit stattfinden.

Update 23. September 2021
Aktuell befindet sich die Gemeinde in den letzten Abklärungen bzgl. der Baueingabe. Es wird noch eine Bauabstandsnachsicht eines Anrainers benötigt. Die Gemeinde befindet sich in Gesprächen mit dem betroffenen Anrainer. Auch die Austria hatte bereits Kontakt mit dem Nachbarn und hofft auf eine baldige Einigung.
Des Weiteren befinden sich die Gemeinde und der Verein in laufenden Gesprächen mit dem Land bzgl. der Finanzierungszusage.

Ausblick
Nächstes großes Ziel ist und bleibt die Baueingabe und die Finanzierungszusage des Landes.

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